Der perfekte Pizzateig – eine Prise Italien auf deinem Teller

vegane Pizza mit frischem Spinat und Pilzen

Ich mag Pizza – keine Frage! War aber tatsächlich eher im Team #Pasta. Pizza schmeckt doch meistens eh nur vom Lieblingsitaliener um die Ecke oder eben direkt in Italien?! Der Fertigteig von Lidl & Co. kann da einfach nicht mithalten: Der Boden ist viel zu dick, nicht fluffig und der Geschmack überzeugt meistens auch nicht. Aber keine Sorge, Rettung naht: Ich verrate dir heute ein super einfaches und unglaublich leckeres Rezept für deinen nächsten Pizzateig!

Pizzateig ganz leicht selber machen

Meine Pizzaleidenschaft wurde durch meinen Freund neu entfacht. In unserer Kennlernphase prahlte er (absolut nicht bescheiden):

Ich mache mit Abstand den besten Pizzateig. Ich bin ein absoluter Pizzaprofi.

Jaja, schon klar. Aber er sollte Recht behalten. Als ich das erste Mal von der Pizza probieren durfte, war ich hin und weg. Solltest du also jemanden kennenlernen, der dir Pizza verspricht, lass ihn nie wieder gehen!

Das Rezept, welches ich heute gerne mit dir teilen will, ist also quasi gar nicht von mir, sondern vom weltbesten Pizzabäcker überhaupt. Eines vorab: Dieser Pizzateig ist zwar keine große Zauberei, aber er beansprucht einiges an Zeit. Am besten du bereitest ihn einen Tag vorher zu. Aus dem Teig erhältst du 3 große Pizzen. Natürlich ist auch hier wieder alles vegan! Denn an einen guten Pizzateig kommt nur Mehl, Wasser, Hefe und Salz – Ende! Und genau das ist auch hier der Fall!

Pizza mit Pilzen

Was brauchst du?

  • 300 g Mehl + 200 g Mehl (Type 405)
  • 300 ml Wasser
  • 1/8 von einem Block Hefe
  • Salz
  • ein Handrührgerät mit Knethacken wäre von Vorteil

Und so bereitest du deinen fluffigen Pizzateig zu:

  1. Im ersten Schritt gibst du 300 g Mehl in eine große Rührschüssel. Dazu kommen jetzt 300 ml kaltes Wasser, 20 g Salz und die Hefe. Die Hefe muss nicht vorher im Wasser aufgelöst werden!
  2. Jetzt alles kräftig verrühren. Der Teig erinnert weniger an einen Pizzateig, vielmehr an einen Kuchen.
  3. Nach dem ersten Rührvorgang solltest du einmal vom Teig naschen. Hier ist das nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Denn der Teig sollte ordentlich nach Salz schmecken. Keine Angst! Der Teig wird später noch mit mehr Mehl versorgt. Wenn du jetzt nur Hefe und Mehl herausschmeckst, solltest du mit Salz nachwürzen.
  4. Nach diesem Schritt sollte der Teig das erste Mal ruhen. Also: Küchentuch drüber und 20 min an einem warmen Ort lagern. Während dieser Zeit nimmt das Mehl das Wasser auf. Dieser Schritt sollte nicht übersprungen werden! Üb dich in Geduld!
  5. Nach der Wartezeit kannst du deinen (doch noch sehr flüssigen) Teig nochmal 3-4 min verrühren. Es ist tatsächlich eher ein Rühren als Kneten.
  6. Nun kannst du während dem Rühren das restliche Mehl schrittweise hinzugeben. So vermeidest du eine Mehlschlacht in deiner Küche, aber es bietet dir auch die Möglichkeit, deinen Pizzateig genau zu beobachten und ihn zu kontrollieren. Wenn du das Gefühl hast, der Teig wird zu trocken, dann solltest du kein weiteres Mehl hinzugeben. Wenn sich der Teig vom Boden deiner Rührschüssel löst  und einen Ball formt, hast du ihn mit genug Mehl versorgt. Jetzt solltest du den Teig nochmal 1-2 min kneten.
  7. Auch nach diesem Schritt sollte der Teig erneute 20 min ruhen.
  8. Nach dieser Ruhephase ist dein Teig endlich soweit seine vertraute Umgebung zu verlassen: Er kann aus der Rührschüssel! Dafür drehst du die Schüssel auf den Kopf und lässt den Teig auf eine bemehlte Unterfläche fallen. Der Teig sollte das (fast) ohne Hilfe schaffen.
  9. Der Teig ist noch relativ klebrig. Deshalb kommt jetzt der Schritt, in dem du ihn von allen Außenseiten ordentlich mit Mehl bestäubst. Anschließend einige Sekunden kräftig kneten, um einen schönen Ball zu formen.
  10. Den Ball kannst du jetzt zu einer Wurst ausrollen. So lässt er sich am besten mit einem Messer in drei gleich große Stücke teilen.
  11. Die Teigbälle kommen jetzt alle einzeln in kleine Aufbewahrungsboxen. Wichtig dabei ist der Deckel! Ansonsten würde der Teig an den Außenkanten austrocknen und würde sich dann nicht mehr so schön verarbeiten lassen.
  12. Jetzt kommt der Teig in den Kühlschrank. Idealerweise für 24 Stunden oder über Nacht. Dort kann er in aller Ruhe innerhalb der Box aufgehen. Wenn du keine 24 Stunden Zeit hast, dann lass ihn mindestens 2 Stunden im Kühlschrank. Denn ohne die Ruhephase im Kühlschrank lässt er sich nicht ideal weiterverarbeiten.
  13. Nachdem der Teig einige Zeit im Kühlschrank war, kann er aus der Box herausgenommen werden. Verknete den Teig mit einer großzügigen Menge Mehl, bis ein runder Teigball entsteht.
  14. Jetzt kannst du den Pizzateig mit den Händen von innen nach außen durch Drücken ausbreiten. So entsteht ein luftiger Rand. Wenn der Teig etwas flacher ist, kannst du ihn am Rand hochheben. Durch sein eigenes Gewicht wird er sich ausdehnen. Natürlich könnt ihr ihn auch durch die Luft werfen und irgendwelche Profitricks anwenden. Da sind keine Grenzen gesetzt.

Pizza mit frischen Pilzen, Spinat und getrockneten Tomaten

Und dann ist es endlich soweit: Deine Pizza kann belegt werden! Ich benutze unfassbar gerne den Käse von Simply V, weil er so perfekt auf der Pizza schmilzt. Ansonsten variiere ich gerne mit dem Belag. Mein Favorit sind aber definitiv frische Champignons und Spinat mit getrockneten Tomaten. Yummy! Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Die Pizza muss in den Ofen. Wir benutzen einen Pizzastein*, aber das ist kein Muss! Heiz den Ofen auf der höchsten Stufe auf. Wenn der Ofen ready ist, kannst du die Pizza bei 250 °C Ober- & Unterhitze backen lassen. Achtung! Lass deine Pizza nicht aus den Augen, denn der Backvorgang dauert ca. 3-4 Minuten.

Guten Appetit!

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