Veganes Weihnachtsmenü für Faule

unser gedeckter Tisch zum Weihnachtsessen

Jedes Jahr richte ich für meine Liebsten ein Weihnachtsdinner aus. Anstatt jedem ein kleines Geschenk zu machen, lade ich alle ein und wir genießen ein 3-Gänge-Menü. Die gemeinsame Zeit ist viel kostbarer als jedes Geldgeschenk. Also habe ich dieses Jahr zum 4. Mal alle meine Freunde eingeladen und sie bekocht.

Gemeinsame Zeit als Geschenk

meine WenigkeitFür mich wird es jedes Jahr zunehmend schwerer, mir ein originelles Geschenk auszudenken. Egal ob für Familie oder Freunde. Irgendwann fehlen einem die kreativen Ideen. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Zeit ist doch das kostbarste Geschenk, was wir jemanden geben können, oder?

Bei meinem 4. Weihnachtsessen durfte ich eine bunte Truppe an meinem Tisch begrüßen. Naja, ehrlich gesagt haben wir das Essen zu meiner Mama verlagert. Der Platz war einfach zu knapp bei uns. Ich habe keinen großen Freundeskreis, alle sind querbeet verteilt. Und so kam es beim Weihnachtsessen zu einer großen Vorstellungsrunde. Ich denke, wir haben uns alle gut verstanden und hatten einen lustigen Abend.

Veganes 3-Gänge-Menü für meine Gäste

So ein 3-Gänge-Menü braucht natürlich Zeit und Vorbereitung. Ich bereite am liebsten alles so gut es geht vor, damit ich viel Zeit mit meinen Freunden am Tisch verbringen kann. Aber gestresst und angespannt bin ich trotzdem jedes Jahr aufs Neue – glaubt mir. Man möchte ja immerhin auch, dass das Essen jedem schmeckt.

Einfach und lecker soll es sein

Und aus diesem Grund habe ich mich für die „faule“ Variante entschieden. Anstatt zum Beispiel die Klöße selbst zu machen, gab es bei mir den fertigen Teig. Das bleibt aber unter uns, okay? 😉 Dadurch kann man sich viel Zeit einsparen – geschmeckt hat es trotzdem jedem.

Vorspeise: Tomatensuppe mit Pizzabrötchen

Zum Start gab es bei uns frische Tomatensuppe. Sicherlich nicht sehr weihnachtlich, aber ich irgendwie hatte ich Lust drauf. Außerdem ist es mega easy, da der Ofen und der Mixer quasi die ganze Arbeit übernehmen.

Vorspeise: cremige Tomatensuppe mit selbstgerechten Pizzabrötchen

Was brauchen wir?

Für die Tomatensuppe:

  • 3 kg Rispentomaten
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 TL Italienische Kräuter
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • Optional: Frische Petersilie

Für die Pizzabrötchen:

  • 500 g Weizenmehl
  • 300 ml Wasser
  • ¼ Block Hefe
  • Prise Salz

Und so bereitest du deine vegane Vorspeise ganz leicht zu

Die Tomatensuppe

  1. Schneidet die Tomaten alle kreuzförmig ein (genau so wie bei dem Cannellonirezept). Der Knoblauch wird geschält und so geschnitten, dass er in der Tomate platziert werden kann.
  2. Danach gebt ihr Öl, Salz, Pfeffer und die Italienischen Kräuter darüber. Und dann geht es damit ab in den Ofen. Für 40 bis 45 Minuten bei 180 °C Umluft (200 °C Ober- und Unterhitze).
  3. Anschließend kommt alles (auch das Öl) in den Mixer oder in ein Gefäß, damit ihr alles pürieren könnt. Jetzt noch die Gemüsebrühe hinzu, bis ihr mit der Konsistenz der Suppe zufrieden seid.
  4. Bis zum Servieren der Suppe kommt alles in einen Topf. Zum Garnieren könnt ihr frische Petersilie darüber geben.

Die Pizzabrötchen

  1. 300 g von dem Weizenmehl und die restlichen Zutaten zusammen vermischen.
  2. Den Teig 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
  3. Nochmal alles durchmixen und nach und nach die restlichen 200 g Mehl dazugeben.
  4. Kleine Brötchen formen und ab in den Ofen. Bei bei 180 °C Umluft (200 °C Ober- und Unterhitze) bleiben die Brötchen circa 10 bis 15 Minuten im Ofen.

Hauptspeise: Klöße mit Rotkraut, veganem Braten und brauner Soße

Hier habe ich mich eigentlich nur an bereits bestehenden Rezepten und fertigen Produkten bedient. Wie gesagt: Mein Menü ist für die Faulen unter euch. Natürlich kann man die Klöße und das Rotkraut auch selbst machen, aber ich entscheide mich dann lieber für den einfacheren Weg. Die Klöße mache ich laut Anweisung auf der Packung. Das Rotkraut verfeinere ich mit Agavendicksaft, 2 Lorbeerblättern, Salz und Pfeffer. Glaubt mir, das macht eine Menge aus!

Hier möchte ich mich nochmal für meine Gäste bedanken, sie so lieb waren und mein Essen direkt auf dem Bild kommentiert haben.

Hauptgang: veganer Braten, mit Klößen und Rotkraut übergossen mit veganer braunen Bratensauce

Die vegane Bratensauce

Das wohl mit Abstand beste Bratensaucenrezept der Welt kommt definitiv von eat this. Fast schon bescheiden schreiben sie „Die vielleicht beste vegane Bratensauce“ – aber glaubt mir: Es ist die Beste! Sie kommt komplett ohne exotische Zutaten aus und ist schnell und einfach zubereitet. Ich habe einfach die flüssigen Zutaten verdoppelt, mich ansonsten aber an das bestehende Rezept gehalten. Am Ende habe ich mich dafür entschieden, die Sauce nicht zu pürieren, sondern nur durch ein Sieb zu geben – so schmeckt es mir persönlich besser.

Der vegane Braten

Auch hier hat mir das Internet geholfen. Danke Internet – immer wieder schön mit dir zu arbeiten. 😀 Ich habe mir ein Rezept für einen Linsen-Nuss-Braten herausgesucht. Ich bin ja ein großer Fan von roten Linsen, umso schöner, diese auch in meinem Menü integrieren zu können. Meiner Meinung nach fehlt dem Grundrezept etwas an Würze. Also greift ruhig beherzt zu mehr Gewürzen, wie z. B. Paprika, Salz und Pfeffer. Ansonsten war das Rezept sehr lecker.

Nachspeise: Himbeer-Spekulatius-Träumchen

Die süße Versuchung am Schluss. Ich habe neun dieser Gläser aus meinen Zutaten heraus bekommen. Also, let’s go.

Nachtisch: Himbeertraum mit Spekulatius

Was brauchen wir?

  • 800 g Jogurt (ich habe den Mandel Jogurt von Alpro benutzt)
  • eine Packung Spekulatius
  • 300 g tiefgefrorene Himbeeren
  • 100 ml Pflanzenmilch (ich habe den Mandeldrink von Alpro benutzt)

Und so bereitest du deine süße Versuchung in vegan zu

  1. Zerkleinere die Spekulatius. Ich hatte immer noch kleine Stückchen – also macht am besten kein Pulver aus den Plätzchen.
  2. Die Himbeeren und die Pflanzenmilch zu einer homogenen Masse pürieren. Erinnert ein bisschen an Sorbeteis.
  3. Jetzt geht’s auch schon ans Schichten der einzelnen Zutaten. Die Reihenfolge ist da komplett euch überlassen. Ich habe mit Spekulatius angefangen, danach kam eine Schicht Joghurt, darauf dann etwas Himbeerpüree. Das habe ich wiederholt, bis mein Glas voll war.

Es geht nicht um Perfektion

Wie ihr sehen konntet, ich hätte sicherlich um einiges mehr selbst machen können. Aber es geht nicht darum, das „perfekte“ Essen zu servieren, sondern vielmehr um Gemeinschaft und (auch wenn es kitschig klingen mag) um Liebe.

Ich hatte einen wundervollen Abend mit leckerem Essen und grandioser Gesellschaft.

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